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Weltbester Hockeyspieler - "Express"-Artikel vom 14.01.2007

Christopher Zeller: „Wir sind weiter als die Fußballer“
Von THOMAS GASSMANN

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Köln – Gut sieht er aus, verdammt gut sogar. Waschbrettbauch, Unterarme wie Popeye. Erfolgreich ist er auch noch.

Weltmeister, Superstar in Holland, begehrtes Objekt der Sponsoren. Gestatten: Christopher Zeller (22), der Beckham des Hockeys. Das Interview.

David Beckham soll in den USA 190 Millionen Euro in fünf Jahren verdienen.
Ja, schon irre. Ich würde die 190 Millionen Euro gerne mal auf einem Kontoauszug sehen, mit diesen ganzen Nullen. Im Fußball geht es eben sehr viel um Show.

Sind Sie neidisch?
Nein! Fußball elektrisiert die Massen, Fußball hat einen ganz anderen Stellenwert als Hockey. Beckham hat das Geld verdient, das er bekommt.

Was verdient ein Spitzen-Spieler in Deutschlands Hockeyliga?
Im Durchschnitt rund 1.500 Euro im Monat.

Dabei gelten Hockeyspieler als austrainierter.
Ich denke, dass wir in der Trainingswissenschaft weiter sind. Fußballer jammern manchmal, wenn sie zweimal die Woche spielen. Darüber lachen wir im Hockey. Wir haben bei der WM in zehn Tagen siebenmal auf dem Platz gestanden.

Ist der Hockey-Sport nach der WM wieder im Dornröschenschlaf versunken?
Ein wenig. Man hat bis jetzt die große Chance vertan, den Sport professioneller zu vermarkten.

Das sieht bei Ihnen persönlich aber anders aus.
Ja, es gibt aus der Wirtschaft interessante Anfragen.

Sie wechseln mit drei weiteren Weltmeistern zur neuen Saison zu Rot-Weiß Köln in die 2. Liga.
Trotz der 2. Liga ist Rot-Weiß einer der renommiertesten Klubs in Deutschland. Meine Mitspieler und ich erhielten tolle Angebote aus Köln. Ich kann in einer Wirtschaftskanzlei arbeiten, nebenbei studieren und Hockey spielen. Das ist perfekt.

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 Aus der Infobox zu dem Artikel:

 Erfolg auf ganzer Linie
Anwalt und Tormonster

Erfolg auf ganzer Linie

EM-Titel 2003. Größter Triumph: WM-Titel 2006 im eigenen Land. Mit neun Treffern der überragende Spieler.

Mit seinen zwei Toren entschied Zeller (22) das Finale gegen Australien (4:3). Wechselte nach der WM zum HC Bloemendaal (Holland) in die stärkste Liga der Welt. In zwölf Spielen schoss er 36 Tore.

Das „Tormonster“ wechselt in der kommenden Saison mit seinem Bruder Philipp und den Weltmeistern Timo Weiß und Tibor Weißenborn zu Rot-Weiß Köln. Möglich machte das der Kölner Jurist Dr. Stefan Seitz, in dessen Kanzlei Zeller arbeitet.

 

 

 

 



 

 


 
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